Biedermeier

Zeitlos-elegante Formensprache, edle Materialien: Wohnkultur des Biedermeier (Schrank, Stuhl, Tisch etc.)

Luxus der Bescheidenheit: Möbel des Biedermeier (Schrank, Kommoden etc.) sind moderne Klassiker

Die klare Material- und Formästhetik der Möbel des Biedermeier (Schrank, Kommode, Sekretär, Spiegel, Stühle und Tische) überzeugen mit ihrer unaufdringlichen Eleganz auch heute noch jeden Liebhaber exklusiver Einrichtungsgegenstände. Die geradezu zeitlose Formensprache und Schönheit dieser Möbel, die einst Ausdruck einer behaglichen, aber gleichwohl luxuriösen Wohnkultur des wohlhabenden Bürgertums in Deutschland war, verträgt sich ausnehmend gut mit einem zeitgenössischen Möbeldesign in einer modern gestalteten Wohnumgebung. Diese schnörkellos -zurückhaltende Anmut , die Biedermeier-Möbeln eigen ist, steht nicht zuletzt für eine kunsthandwerkliche Meisterschaft, die hier einen „Stil der Sparsamkeit“ so beeindruckend mit einem erstaunlichen Sinn für Details und für die Wirkung natürlicher Materialien ins Werk gesetzt hat.

Biedermeier -Möbel (Kommoden etc.) als praktische Begleiter im Alltag

Dienten die Einrichtungsgegenstände aus der Zeit des Barock und des Louis XVI mit ihren zuweilen überreichen, ausladenden Formen noch repräsentativen Zwecken, sind die Möbelstücke des Biedermeier (Schrank, Sekretär, Spiegel, Stühle und Tische) in erster Linie Ausdruck einer bürgerlichen Innerlichkeit, die sich im privaten Raum ein Refugium der Behaglichkeit schafft. Sie sind gewissermaßen der sinnliche Ausdruck für einen Rückzug ins Private, den das Bürgertum in Deutschland ab 1815 nach dem Wiener Kongress und angesichts erdrückender politischer Rahmenbedingungen vollzieht. Die elegante, aber zurückhaltende Ästhetik, die sich unter anderem an Merkmalen der klassischen Antike orientiert, die vor allem für das Bildungsbürgertum der Zeit einen idealistischen Humanismus und künstlerisch- ästhetische Leitbilder vermittelte, tritt hinter die funktionelle Klarheit beim Möbeldesign und dient hier einer komfortablen und praktischen Ausgestaltung des privaten Raums, in dem sich Familie und Gemeinschaft verwirklichen können. In diesem Sinne kommt zum Beispiel auch der Biedermeier Kommode mit ihren Schubladen, die genügend Stauraum für Tisch- und Weißwäsche bot, eine vornehmlich nutzbringende Funktion zu, die durch die schlichte Gestaltung noch betont wird.

Biedermeier -Sekretär als Beispiel einer geradezu zeitlosen Funktionsästhetik

In einem sehr praktischen Sinne kann auch der Biedermeier Sekretär oder Schreibschrank „verstanden“ werden. Diese besonders kunstvoll gearbeiteten Möbelstücke mit ihren vielen Schubfächern, Brief- und Ablagekästchen dokumentieren eindrucksvoll die meisterliche Handwerkskunst der Möbelschreiner ihrer Zeit. Elegant und etwas filigraner geben sich Schreibsekretäre, an denen die Damen des Hauses ihre Korrespondenz erledigten oder familiäre Erinnerungstücke aufbewahrten. Diese Möbel standen als Blickfang oftmals zwischen zwei Fenstern, um das Tageslicht nutzen zu können. Auch hier bleibt die formalästhetische Grundaussage wie bei allen Biedermeier - Möbeln (Schrank, Kommode, Spiegel, Stühle oder Tische) eine, die sehr an das Diktum „form follows funktion“ erinnern lässt, das unter anderem im modernen Produktdesign und der Architektur (Bauhaus) eine zentrale Bedeutung erlangt hat.

Gar nicht eitel, aber elegant: Biedermeier -Spiegel

Als Ausdruck einer eleganten Bescheidenheit weisen Biedermeier -Spiegel kaum Schmuckelemente auf. Hier wird wie bei den übrigen Möbeln des biedermeierlichen Hausstands (Biedermeier Schrank, Kommode, Sekretär, Stühle, Tische) jene Zurückhaltung auferlegt, die man wahrscheinlich auch von den Personen erwarten durfte, die in sie hineingeblickt haben. Das Übertriebene und Eitel-Verspielte ist nicht im Sinne eines Bürgertums, das seine Wohlhabenheit im privaten Raum genießt, ohne es öffentlich zur Schau stellen zu müssen. Dafür sind Verarbeitung und Materialqualität über jeden Zweifel erhaben, ohne aufdringlich zu wirken.

Der Essplatz als Zentrum des Familienlebens – Biedermeier -Stühle und -Tische

Unter den Biedermeier -Möbeln (Schrank, Kommode, Sekretär, Spiegel) kommt dem Essplatz (Tische, Stühle) eine besondere Bedeutung zu. Hier versammelte man sich zum geselligen Beisammensein, hier wurde musiziert, gelesen und gebastelt; Tisch und Stühle geben sozusagen zentrale Möbelstücke, die Bequemlichkeit (bei den Sitzgelegenheiten) und praktischen Nutzen mit den klaren Proportionen einer schlichten Ästhetik verbinden. Mit viel Liebe zum Detail weisen die Tischplatten oftmals ein sehr feines Furnierbild auf, das den Wert des Möbelstücks unterstreicht. Besondere Ausziehtische boten zudem die komfortable Möglichkeit einer Veränderung des Möbels, das sich so je nach Anzahl der Gäste oder einer wachsenden Kinderzahl den aktuellen Bedürfnissen anpassen ließ. – Aus einem runden Tisch mit einem Durchmesser von 110 cm wurde so ein drei bis vier Meter langer Tisch der 14 bis 18 Menschen Platz bot. Mit Sinn für die praktischen Anforderungen des gesellschaftlichen Alltags wurden auch die Sitzgelegenheiten oft zu Stuhlsätzen von 24 Stück gefertigt. Heute ist bereits ein Vierersatz gleicher Stühle eine Rarität; Sechser- und Achtersätze sind sehr gefragt und auch werthaltiger.  

Der Biedermeier -Schrank als Liebhaberstück – kunsthandwerkliche Meisterstücke in formvollendeter Schlichtheit

Biedermeier -Schränke gehören zu den kunsthandwerklichen Glanzstücken der Stilepoche, die in ihrer Funktion dem praktischen Anspruch eines bürgerlichen Haushalts ebenso zu genügen hatten wie dem Grundverständnis einer Ästhetik der Schlichtheit. Der Biedermeier-Schrank wurde als Kleider, - bzw. Wäscheschrank, als Vitrine oder auch als  Bücherschrank in 2/3-Verglasung bzw. als zweiteilige Bibliothek mit Vitrinenaufsatz  und geschlossenen Türen im Unterbau gearbeitet. In den Ausführungen als Bibliothekschrank oder Kleiderschrank sind diese Möbelstücke heute sehr gesuchte Raritäten.

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